Pinsent Masons begleitet die Spielvereinigung Unterhaching an die Börse

05 Jul 2019 | 11:12 am | Lesedauer: 1 Min.

Die internationale Anwaltskanzlei Pinsent Masons begleitet die Spielvereinigung Unterhaching bei deren Börsengang.

Der Wertpapierprospekt wurde am 4. Juli 2019 gebilligt. Die Aktien des Profifußballvereins sollen vom 15. bis 26. Juli 2019 platziert und dann an der Börse München gehandelt werden. Der Börsengang der Unterhachinger ist erst der zweite Börsengang eines Profifußballvereins, den es in der Geschichte des deutschen Profifußballs je gegeben hat (nach Borussia Dortmund im Jahr 2000). Der Ausgabepreis der ca. 950.000 Aktien beträgt EUR 8,10 pro Aktie, der Gesamtemissionserlös somit rund EUR 7,7 Mio. Sollte sich das Papier gut entwickeln, wird erwartet, dass auch andere Profifußballvereine dem Vorbild von Unterhaching folgen könnten. Die Finanzierung deutscher Profifußballvereine durch in- und ausländische Investoren birgt wegen der sogenannten "50+1-Regel", einer Vorschrift, nach der es Kapitalanlegern nicht möglich ist, die Stimmenmehrheit bei Kapitalgesellschaften zu übernehmen, in die Fußballvereine ihre Profimannschaften ausgegliedert haben, besondere Herausforderungen. Ein erfolgreicher Börsengang könnte daher für viele Profifußballvereine eine interessante Finanzierungsalternative bedeuten.

Bereits im vergangenen Winter hatte die SpVgg Unterhaching ihre Profiabteilung bis zur U16 in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert, diese ist seitdem eine KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien). Mithilfe der Mittel aus dem Börsengang will Unterhaching bis zum Jahr 2022 in die 2. Bundesliga zurückkehren. Manfred Schwabl, Präsident der Hachinger, teilte mit, dass sich der Verein als mittelständisches Fußballunternehmen aufstellen möchte und dabei nicht nur auf einen einzigen Investor, sondern auf eine breite Investorenbasis mit einem Mix aus mehreren Ankerinvestoren und Streubesitz setzen möchte.

Ein Team um den Leiter der deutschen Kapitalmarktrechtspraxis, Thomas Mayrhofer, beriet die Spielvereinigung bei allen rechtlichen Fragen in Zusammenhang mit dem Börsengang, erstellte den Emissionsprospekt und begleitete das Zulassungsverfahren bei der BaFin und der Börse München. Die deutsche Kapitalmarktrechtpraxis von Pinsent Masons hat in den vergangenen zwei Jahren bei zahlreichen Börsengängen in Frankfurt und München beraten. 

Pinsent Masons unterhält eine der führenden Sportrechts-Transaktionspraxen in Europa. Die großen Büros der Kanzlei in UK (London, Birmingham, Manchester und Glasgow) beraten seit Jahren eine Reihe von Vereinen der Premier League sowie der ersten schottischen Liga im Transaktions-, Investment-, Spielertransfer- und Stadionnutzungsbereich (u. a. Manchester City, FC Everton, AFC Bournemouth und Celtic Glasgow). Darüber hinaus war die Kanzlei auch beteiligt bei der Investition eines kanadischen Geldgebers in den italienischen FC Bologna. Die Kanzlei ist auch mit Büros in Paris und Madrid präsent – Standorte mit erheblicher Bedeutung im Profifußball. Mit dem Börsengang der Spielvereinigung Unterhaching konnte Pinsent Masons nun auch ein erstes Ankermandat im deutschen Profifußball landen. Die Kanzlei ist in Deutschland mit über 140 Anwälten in Büros in Düsseldorf, Frankfurt und München vertreten.

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