Pinsent Masons berät München bei Vorgehen gegen „Oktoberfest goes Dubai“

21 May 2021 | 08:58 am | Lesedauer: 1 Min.

München ist die Heimat des Oktoberfestes. Pandemiebedingt musste das weltweit bekannte Fest nun schon das zweite Mal abgesagt werden. Dies ruft Dritte auf den Plan, die unter dem Motto „Oktoberfest goes Dubai“ einen Event im Wüstenstaat aufziehen wollen. Hiergegen gehen die Oktoberfest-Verantwortlichen mit Unterstützung von Pinsent Masons nunmehr rechtlich vor.

Das Oktoberfest kann wegen der Corona-Pandemie zum zweiten Mal in Folge nicht am angestammten Platz auf der Theresienwiese stattfinden. Diese vom Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und dem Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter am 3. Mai 2021 verkündete schwierige Entscheidung hat weitreichende wirtschaftliche Folgen für München. Das Münchner Oktoberfest ist nicht nur Wahrzeichen und Manifestation bayerischer Tradition, es ist in seiner heutigen Gestalt auch das Ergebnis jahrzehnterlanger Erfahrung der Verantwortlichen. Es gilt mit Jahr für Jahr über sieben Millionen Besuchern als das größte Volksfest der Welt. Die Reputation und Wertschätzung reichen weit über Deutschland und Europa hinaus.

Davon möchten die Organisatoren eines für die zweite Jahreshälfte in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplanten Events nun in unlauterer Weise profitieren. Unter dem Slogan „Oktoberfest goes Dubai“ soll ein Imagetransfer erreicht werden. Nicht zuletzt in Deutschland wird unter Gastronomen, Schaustellern und Beschickern für ein „Oktoberfest Dubai“ geworben. Die Landeshauptstadt München und hier insbesondere die Macher der „Wiesn“ haben mit dieser Veranstaltung – anders als es bei Ansicht der Werbematerialien den Anschein hat – nicht das Geringste zu tun. Das seit über 200 Jahren auf der Theresienwiese in München beheimate Original zieht keineswegs 2021 nach Dubai um.

Der Landeshauptstadt ist es ein Anliegen, das Oktoberfest in seiner traditionellen Ausgestaltung und an seinem angestammten Platz zu verteidigen. Die Sozietät Pinsent Masons unterstützt die Verantwortlichen in diesem Bestreben. Erste rechtliche Schritte, das wettbewerbswidrige und die Rechte der Landeshauptstadt verletzende Verhalten der Organisatoren der Veranstaltung in Dubai zu unterbinden, wurden bereits eingeleitet. Dabei stehen eine sachliche Betrachtung und das Aufzeigen der Grenzen des rechtlich Zulässigen im Vordergrund. Es gilt, die berechtigten Interessen derjenigen, welche den guten Ruf des Münchner Oktoberfestes über Jahrzehnte aufgebaut haben und Jahr für Jahr für ein herausragendes, weltweit bekanntes und beliebtes Volksfest die Verantwortung tragen, in angemessener Weise zu schützen. Federführend beraten wird die Landeshauptstadt von Florian Traub und Dr. Nils Rauer, MJI mit ihren jeweiligen Teams.

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